| Die Buchhandlung Kelling wurde 1969 von meiner Mutter Frau Edith Kelling gegründet. | ![]() |
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| Sie begann den Buchhandel in erster Linie um an gute Kinderbücher für ihre Kinder zu kommen. Damals war das Angebot in diesem Bereich wesentlich enger und unbekannter. Auch konnten viele Mütter damals nicht von zu Hause weg und meine Mutter besuchte sie deshalb mit einer Schachtel Bücher unter dem Arm. So konnten dann in Ruhe die Bücher angesehen werden und das Passende gefunden werden. Doch schnell wurden die Bücher mehr und im Wohnzimmer wurden immer neue Regale aufgestellt. | |||
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Dann
ergab sich für unsere Familie noch ein zweiter netter Laden in der
Angermühle nahe der Post. Ich übernahm den Laden in der Amanstraße
mit den Schwerpunkten Erwachsenen-Literatur und Jura. Das Geschäft
in der Angermühle wurde schwerpunktmäßig die Filiale für
Kinder-, Jugend- und Frauenbücher. |
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| So konnte mir meine Mutter nach und nach das Geschäft übergeben. Wir arbeiteten lange parallel bis mir meine Mutter am 31.03.91 den Laden ganz übertrug und sich mit der Eröffnung des noch heute bestehenden Ladens am Oberen Stadtplatz ganz aus dem Geschäft zurückzog. Das gesamte Sortiment wurde jetzt wieder zusammengeführt. | |||
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Impressionen aus dem Laden am Oberen Statplatz |
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Das Ende der Buchvielfalt
in Deggendorf Angesichts der vielen treuen Stammkunden tue ihm die Entscheidung schrecklich leid, bekennt Ingo Kelling: "Auf die individuelle Betreuung und Beratung unserer Kunden wurde immer allergrößter Wert gelegt". Da sowohl der Inhaber als auch die Mitarbeiterinnen der Buchhandlung Kelling die meisten Kunden persönlich kannten, war das Kundenprofil transparent. "Wir waren mit den Vorlieben unserer Kunden vertraut", betont der Buchhändler. Man habe häufig sofort gewusst, welche Neuerscheinung für wen interessant sein würde. "Zu unserem Kundenkreis gehörte die intellektuelle Elite Deggendorfs und das linke Spektrum sowie die zugereisten und etwas aufgeweckteren Leute", erklärt der langjährige SPD-Genosse, der mit Büchern groß wurde und schon als Schüler die Klassenlektüre für seine Mitschüler besorgte. |
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